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Schröder und Stoiber: Nachholbedarf im Internet

Stoiber siegt hauchdünn, aber beide missachten Wähler-E-Mails

Hamburg (ots) - Von wegen bürgernah! Im Internet haben die K-Konkurrenten Gerhard Schröder (SPD) und Edmund Stoiber (CDU/CSU) erheblichen Nachholbedarf. Insbesondere E-Mails der Wähler scheinen alles andere als erwünscht zu sein. Dies ist das Ergebnis eines Tests der Zeitschrift ONLINE TODAY, die die Web-Tauglichkeit der Spitzenpolitiker überprüfte. Danach siegt Stoiber mit einer Gesamtnote von 3,3 zwar hauchdünn vor Schröder (3,8), aber die öffentlichen Lobpreisungen des Bajuwaren von Computer und Internet sind offenbar doch nur Lippenbekenntnisse.

Positiv fiel ONLINE TODAY auf, dass beide Kandidaten über einen gelungenen und ansprechenden Web-Auftritt verfügen, der bei beiden mit einer Eins bewertet wurde. Das war es dann aber auch schon, denn weder beruflich noch privat nutzen die K-Konkurrenten selbst die Möglichkeiten von PC und Internet. Insbesondere Stoiber stellte bereits des öfteren öffentlich seine Unkenntnis zum Thema WWW unter Beweis. Folgerichtig vergab ONLINE TODAY eine Sechs an Stoiber in punkto Web- und PC-Ausstattung. Schröder schnitt mit einer Fünf nicht viel besser ab.

Besonders kritisch beurteilten die ONLINE TODAY-Tester das E-Mail-Verhalten der beiden Kontrahenten: Während sich auf eine Wähler-Mail an Stoiber nach zwei Wochen und einer Mahnung immerhin ein Referent meldete, kam aus dem Kanzleramt überhaupt keine Reaktion. Dafür gab es eine 5,5 von ONLINE TODAY, während eine Drei nach Bayern ging. Alles in allem kein glanzvoller Auftritt, der nicht für die Web-Kompetenz der Spitzenpolitiker spricht.

(veröffentlicht: 2002-02-22 -- gelesen: 69)

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