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Internetbranche trifft sich beim 10. Deutschen Multimedia Kongress

Premiere für Messeduo IT-Plus und Promax

Stuttgart (ots) - Doppelpremiere vom 17. bis 20. April 2002 auf dem Stuttgarter Messegelände: 220 Aussteller haben Flächen für die neue IT-Plus - Fachmesse für Informationstechnologien und Internet gebucht. Auf der Promax werden 160 Unternehmen aus der Werbe- und Kommunikationsbranche ihre Produkte und Dienstleistungen präsentieren. Beim 10. Deutschen Multimedia Kongress, dem wichtigsten Jahrestreffen für E-Business- und Internet-Entscheider, rechnen die Veranstalter mit über 1.200 Teilnehmern.

Jeder zweite Deutsche ist Online - "Der Markt ist da!"

"Heute können wir mit Fug und Recht sagen: Die elektronische Geschäftsabwicklung hat sich inzwischen breit durchgesetzt", erklärte Klaus Haasis (MFG Medienentwicklung Baden-Württemberg), Sprecher des DMMK-Kongressbeirats. 89 Prozent der deutschen Firmen nutzen das Internet und in 86 Prozent gehört der Schriftverkehr per E-Mail zum Arbeitsalltag. "In Europa ist in beiden Positionen nur Finnland ‚besser’ - und die USA haben wir inzwischen überholt." Haasis weiter: "Bei der Online-Beschaffung ist Deutschland Nummer 1 in Europa und liegt mit den USA gleichauf: Die Zahl dieser Betriebe hat sich seit 1999 verdoppelt und liegt bei 49 Prozent. Das gilt auch für den Online-Einkauf: 43 Prozent (USA: 58 Prozent) nutzen dieses Instrument." Erfreulich auch die Entwicklung bei den privaten Nutzern: "Nach verschiedenen Untersuchungen ist jeder zweite Bundesbürger ’drin’. In Baden-Württemberg wurde die 50-Prozentmarke im Februar überschritten. Rund 45 Prozent der Onliner im Südwesten haben bereits kostenpflichtige Dienstleistungen über das Internet in Anspruch genommen oder im Web eingekauft. Der Markt ist also da!"

"Die Lektionen sind gelernt, und sie waren für viele Unternehmen und ihre Beschäftigten - nach all der Euphorie - wirklich bitter. Die Branche ist gereift und professioneller aus der Krise hervorgegangen. Sie ist jetzt wirklich erwachsen." Dieses Fazit zog Haasis aus der Entwicklung der Digitalen Wirtschaft seit dem 9. DMMK. Unter dem Motto "Integrating E-Business" wird der 10. Deutsche Multimedia Kongress, zu dem über 1.200 Entscheider aus der Digitalen Wirtschaft und dem Mittelstand in Stuttgart erwartet werden, wiederum die wichtigste Plattform des Gedankenaustauschs der Branche bieten und unter Beweis stellen, dass der DMMK das Gipfeltreffen der Digitalen Wirtschaft ist. "Wir werden nüchtern analysieren, welche Ziele realistisch scheinen, mit welchen Strategien sie zu erreichen sind und welche Anwendungen und Werkzeuge aus heutiger Voraussicht einen Erfolg am Markt ermöglichen könnten", erklärte Haasis.

Dafür bietet der DMMK an den drei Kongresstagen mehr als 150 Referenten und ihr geballtes Anwendungs-Knowhow auf. Das Programmkonzept wurde weiterentwickelt. Neben Keynotereden und zahlreichen Workshops haben die Kongressteilnehmer die Möglichkeit, ihre Kenntnisse in fünf ganztägigen "Specials" am kommenden Freitag zu vertiefen. An den Erfolg des Vorjahres soll der zweitägige, wiederum vom dmmv organisierte, Web Designer Congress anknüpfen. Als weiterer "Kongress im Kongress" konnte die renommierte Fachtagung SMARTKIOSK von Berlin nach Stuttgart geholt werden. Mit der Verleihung der Deutschen Multimedia Awards und der Networking Party [email protected] führt der DMMK im Jubiläumsjahr Traditionen weiter.

"Der DMMK wird den Entscheidern über E-Business-Strategien und -Konzepten dabei Hilfestellung geben, ihre Aufgaben erfolgreich zu bewältigen - mit Augenmaß für die wirklich sinnvollen Lösungen und der Fähigkeit zu nüchterner Bewertung des technisch Möglichen", resumierte Haasis.

"Deutliche Signale für einen Konjunkturaufschwung"

"Die Euphorie der vorangegangenen Jahre wurde abrupt gestoppt. Die gesamte Branche hat in den letzten Monaten, zum Teil mit einem ‚ordentlichen Kater’, eine Konsolidierungsphase durchlebt. Inzwischen gibt es wieder deutliche Signale für einen Konjunkturaufschwung, der z.T. schon in einigen Branchensegmenten der Digitalen Wirtschaft spürbar ist." Diese Einschätzung zur gegenwärtigen Situation der jungen Branche gab Alexander Felsenberg. Der Vizepräsident und Geschäftsführer des mit mehr als 1.300 Mitgliedern größten Branchenverbandes der Digitalen Wirtschaft in Europa, des Deutschen Multimedia Verbandes (dmmv), sieht die aktuelle Aufgabe vor allem darin, die Digitalisierung der Gesamtwirtschaft voranzutreiben. Dabei gehe es nicht nur darum, Defizite in der Optimierung von Geschäftsabläufe oder der Integration digitaler Vertriebs- und Marketingtools in Unternehmen zu beseitigen. Gleichermaßen sei es notwendig, neue Vertriebswege wie die Mobilkommunikation oder Breitbanddienste zu erschließen sowie E-Government und E-Learning nach vorn zu bringen. Zur Unterstützung dieser Ziele und der damit verbundenen politischen Aktivitäten im Wahljahr 2002 startet der Verband auf dem Deutschen Multimedia Kongress eine Initiative "Pro Motion - Mehr Bewegung für Deutschland".

Kommunikationsbranche: Hart am Wind mit Chance zur Renaissance

Für Lutz E. Weidner, Bundesgeschäftsführer des kommunikationsverbandes.de, ist "die konjunkturelle Delle" eine Herausforderung an die Werbebranche und ihre 150.000 Beschäftigten: "Die Wende nach dem Boom hat für Überraschungen gesorgt. Die konstanten Wachstumsraten im klassischen Arbeitsfeld der Branche (d. h. der Werbung) haben sich nach der Boomwelle während der Jahrtausendwende ins Gegenteil verkehrt. Die weitere Ausdifferenzierung der Dienstleistungen biete Nischen, neue Arbeitsfelder, und damit neue unternehmerische Chancen. Das hat für die Branche mit zur Zeit 150.000 Arbeitsplätzen insgesamt den Einbruch verhindert." Als weitere Herausforderung an die Gestalter in der Werbebranche nannte Weidner die "Konversion der Marketingwelt", d. h. das Zusammenwachsen von Marktkommunikation und Verkauf. Das Konzept eines "Neuen Dialoges" mit den Zielgruppen sei Wirklichkeit geworden. "Es ergänzt Vertriebskonzepte, schafft Offenheit für Innovationen, für Kommunikation, für weiterentwickelte Services vor und nach dem Verkauf. Es eröffnet Chancen und stellt neue Anforderungen an die Kommunikatoren." Zudem erfahren auch der Wert der Marke und der Markenkommunikation in der Wirtschaft erhöhte Aufmerksamkeit. "Angesichts des allgegenwärtigen Zwangs zur Rationalisierung hat die Kommunikationswirtschaft die Chance, sich als der entscheidende Faktor für die ‚Rationalisierung durch Kommunikation’ zu beweisen", so Weidner.

Promax und IT-Plus: Zwei Messen für die Zukunft

Die Messe Stuttgart reagiert mit zwei neuen Konzepten auf die Veränderungen und die neuen Herausforderungen in der IT- und in der Werbebranche. Die IT-Plus wird künftig den Bedarf an Informationstechnologien, Internet, Multimedia und Office-Solutions abdecken. Auf der Promax werden neue Dienstleistungen und Produkte rund um das Thema professionelle Marktkommunikation, Publishing und Werbetechnik gezeigt. "Auf kaum einer anderen Messe ist ein solcher Dialog zwischen der IT und Werbebranche möglich", erläutert Frank Layer, Geschäftsbereichsleiter Neue Medien der Messe Stuttgart. Frühere Fachmessen wie die Multimedia Market, das Moderne Büro und Teile der Publishing Market wurden in das neue Konzept integriert. Ziel der IT-Plus ist es, "verstärkt Softwarelösung und E-Business-Lösungen für den Mittelstand zu präsentieren." Diese Umpositionierung bezeichnete Layer als gelungen: "Die Zahl der ausstellenden Software-Häuser ist gegenüber den Vorveranstaltungen angestiegen, die Zahl der ausstellenden Web-Agenturen hat abgenommen. Angesichts des schwierigen Marktumfeldes ist die Messe Stuttgart mit den 220 Ausstellern der IT-Plus zufrieden."

Die IT-Plus wird im Bereich Informationstechnologien neueste Entwicklungen aus Telekommunikation, Softwarelösungen, IT-Security und Linux-Anwendungen zeigen. Im Bereich Internet werden E-Business und E-Marketing zusammengefasst, wobei Application Service Providing, Content Management und Supply Chain Management breiten Raum einnehmen. Anbieter von Web-Dienstleistungen und Web-Agenturen präsentieren sich im Bereich Multimedia. Er schließt Zukunftstrends ein, die aus dem Zusammenwachsen von Publishing und Internet resultieren, darunter Cross-Media-Konzepten für Print und Web sowie POS und POI-Lösungen, die in einem eigenen Themenpark gezeigt werden. Der Bereich Office-Solutions bietet das Forum für die aktuelle Büroinfrastruktur.

Die Promax mit 160 Aussteller-Anmeldungen soll, so Layer, "zu Süddeutschlands zentraler Informations- und Business-Plattform für die Werbe-, Kommunikations- und Publishing-Branche werden". Möglich wird das durch die Zusammenführung der Kompetenzen der Messe Stuttgart aus den bisherigen Messen Werbung, W & N Sign-World und Publishing Market unter einer Dachmarke. Der Promax-Schwerpunkt Werbung beinhaltet die Themen Media, Konzeption/Kreation/ Verkaufsförderung, Messen und Events sowie Aus- und Weiterbildung. Im Bereich Direktmarketing zeigen Hersteller und Dienstleister Lösungen für Direct Mail, Produktion + Services, Postbearbeitungssysteme und Telemarketing. Praxisorientierte Lösungen und digitale Medientechnik stehen im Mittelpunkt des Schwerpunkts Publishing, während der Bereich Werbetechnik Licht- und Außenwerbung, Large Format Printing/Digitaldruck, Werbe- und Präsentationssysteme/POS, Signmaterialien und Signzubehör, CAD/CAM Gravier- und Frässysteme und Schneideplotter, Transfertechnik und Siebdruck zeigt. Der Bereich Werbemittel schließlich präsentiert Werbepräsente aller Art. Mit der Messe sind zahlreiche Events und Sonderschauen verbunden.

Zeitgleich zur Promax findet in den Hallen 12.0 und 14.0 die Show & Event statt. Zu dieser Gastveranstaltung werden 150 Aussteller erwartet.

(veröffentlicht: 2002-04-16 -- gelesen: 88)

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