News & Infos

Samsung investiert in Flachbildschirme

Schwalbach im Taunus bei Frankfurt am Main (ots) - Der internationale Hightech-Konzern Samsung, mit 130 Mrd Euro Jahresumsatz das weltweit fünftgrößte Unternehmen, will seine ohnehin schon dominante Position im Markt für Flachbildschirme mit TFT-Technologie (Thin Film Transistor) massiv ausweiten. Allein in den nächsten sechs Monaten sollen 355 Mio Euro in den Ausbau der TFT-Fertigung investiert werden. Samsung sieht ein breites Einsatzspektrum für TFT-Schirme voraus: vom Display für Videohandys über Computermonitore bis hin zum flachen Fernsehgerät.

Samsung ist heute bei TFT-Monitoren die „Nummer 1“ mit über 20 Prozent Marktanteil. Diese Topposition will das Unternehmen auf andere Elektronikgebiete, in denen Anzeigetechnologien eine Schlüsselrolle spielen, ausweiten. Bei Handydisplays strebt Samsung schon für nächstes Jahr mit 25 Prozent Marktanteil die Marktführerschaft an. Das entspricht etwa 45 Millionen Displayeinheiten. Für 2005 ist die Führungsrolle auch bei TFT-Fernsehern geplant. Bis dahin soll der Weltmarkt der flachen TV-Geräte rund 8 Millionen Einheiten erreichen (gegenüber rund 1,9 Millionen TV-Flachmännern in 2002).

Grundlage für die Expansionsstrategie bildet eine intensive Forschungs- und Entwicklungstätigkeit, die immer wieder zu technologischen Meilensteinen führt. Schon vor gut zwei Jahren gelang es Samsung, erstmals ein TFT-Display mit 40 Zoll Bildschirmdiagonale mit einer extrem schnellen Bildaufbauzeit von 12 Millisekunden herzustellen, das Anfang 2003 erstmals auf den Markt kommen soll. Die kurze Aufbauzeit garantiert die schlierenfreie Darstellung selbst schnellster Bildabfolgen etwa in Action-Videos und Computerspielen. Mit Patterned Vertical Allignment (PVA) hat Samsung eine einzigartige TFT-Technologie entwickelt, mit der Flachschirme auch aus einem schrägen Blickwinkel noch ein sehr gutes Bild liefern. Mit einem Kontrastverhältnis von 400 zu 1 oder besser und einer Leuchtkraft von 450 Candelar pro Quadratmeter oder mehr ziehen die TFT-Schirme auch in diesen Punkten - die bisher als Achillesferse der flachen Bildschirme galten - mit Röhrenmonitoren gleich. Im Sommer 2002 konnte Samsung als erstes Unternehmen einen Minischirm im Handyformat vorstellen, der in der Darstellungsqualität an ausgewachsene Computermonitore heranreicht. Rund zwei Jahre hatten 30 Forscher und Entwickler an der neuen Technologie gearbeitet, die Bilder mit bis zu 65.000 Farben in High-Definition-Qualität - ähnlich HDTV-Fernsehen - ins Handy bringt.

Samsung betreibt derzeit vier Fertigungsstätten für TFT-Displays. Im zweiten Halbjahr 2003 soll ein fünftes TFT-Werk in Betrieb genommen werden.

(veröffentlicht: 2002-12-07 -- gelesen: 113)

Zurück zur Nachrichenübersicht


Archivsuche:

   

Quelle: <http:///service /news_show.php>